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BIO OIL in Krems

Moderne Biodieselproduktion im Herzen Niederösterreichs
In Krems zeigt sich, wie modern die Energiewende aussehen kann: Mitten im Industriegebiet am Hafen entsteht aus gebrauchten Speiseölen und anderen Reststoffen ein hochwertiger Biokraftstoff. Der BIO OIL Standort verbindet regionale Rohstoffe mit moderner Technologie und macht sichtbar, welches Potenzial in Stoffen steckt, die lange als bloßer Abfall galten.
Zwischen Weinbergen und Wasserstraßen liegt ein Ort, der mehr kann als Idylle: Krems an der Donau. Zwischen Umschlagflächen, Lagerhallen und Schienenstränge steht heute ein Standort, der die Region in die Zukunft der Energieversorgung führt. Im Werk Eco Fuels Danube von BIO OIL werden gebrauchte Speiseöle in abfallbasierten Biodiesel verwandelt – ein Prozess, der zeigt, wie unscheinbare Abfallstoffe zu einem Baustein der Energiewende werden können.
Was als überschaubare Produktionsstätte begann, ist heute ein moderner Standort mit knapp 30 Fachkräften, die täglich daran arbeiten, aus Reststoffen neue Energie zugewinnen. In der Kremser Anlage werden die gesammelten Altöle gereinigt, aufbereitet und schließlich zu FAME-Biodiesel verarbeitet, der später im Verkehr zum Einsatz kommt.

72.000 Tonnen Biodiesel pro Jahr
Mit einer Jahreskapazität von 72.000Tonnen Biodiesel steuert der Standort Krems einen wichtigen Beitrag im BIO OIL Netzwerk bei. Rund 4.300 Kubikmeter Lagerkapazität am Gelände sowie die Anbindung an Straße, Schiene und Wasserweg machen die Anlage zu einem logistisch vielseitigen Knotenpunkt.
Nach umfassenden Modernisierungs- und Umbauarbeiten wurde die Produktion 2022 mit deutlich gesteigerter Leistungsfähigkeit wieder hochgefahren. Seither können hier Jahr für Jahr mehrere zehntausend Tonnen abfallbasierter Rohstoffe verarbeitet werden. Der daraus gewonnene Biodiesel wirkt sich direkt positiv auf die CO₂-Bilanz des Verkehrssektors aus und trägt dazu bei, den Einsatz fossiler Kraftstoffe spürbar zu verringern.
Regional verwurzelt, europaweit relevant
Trotz seiner Einbindung in ein internationales Produktionsnetzwerk bleibt der Standort stark in der Region verwurzelt. Viele der verwendeten Altöle stammen aus Gastronomiebetrieben und Lebensmittelverarbeitern aus Krems, dem Waldviertel und angrenzenden Regionen. Die Anlage schafft Arbeitsplätze vor Ort, stärkt lokale Logistikstrukturen und macht Abfallstoffe, die früher oft keine weitere Nutzung fanden, zu einem wertvollen Rohstoff.



